Sontra - Herleshausen - Nentershausen

Bergbauregion

Eng verbunden mit der Geschichte der Region war jahrhundertelang der Kupferschieferbergbau. Bereits vor 500 Jahren wurde in den Stollen und Schächten rund um den Sontraer Brodberg nach Kupfer, Kobalt und Schwerspat gegraben. In der Bergstadt Sontra wurden die ersten Berggerichte gehalten und die 1499 in Sontra geschaffene „Bergwerksordnung“ diente vielen Bergbaugebieten Deutschlands als Vorbild.

Ab etwa 1935 wurde der 1870 zum Erliegen gekommene Kupferschieferbergbau im Richeslsdorfer Gebirge wieder aufgenommen. Auf dem Brodberg oberhalb der Stadt entstanden riesige Industrieanlagen und zwei große Wohnsiedlungen vergrößerten 1937 das Sontraer Stadtbild. Über 1.200 Menschen beschäftigte zeitweise der Kurhessische Kupferschieferbergbau.

Endgültig zum Erliegen kam der Bergbau Anfang der 50er Jahre. Seit dieser Zeit kämpfte die Bergstadt Sontra mit allen Kräften darum, den wirtschaftlichen Anschluss nicht zu verlieren.

Auch die Gemeinde Nentershausen blickt auf eine Jahrhunderte alte Bergbautradition zurück. Die älteste Urkunde, die den Bergbau im Richelsdorfer Gebirge mit 12 Schmelzöfen erwähnt, stammt aus dem Jahr 1460. Der Abbau wurde erst 1966 eingestellt.

Örtliche Museen zeigen mit einer vielfältigen Mischung aus Fotografien, Berichten und originalen Belegstücken die Geschichte des Bergbaus, der Bergleute und ihrer Familien.

Die Pflege des sehenswerten Museums im Rathaus der Stadt Sontra erfolgt durch den Knappenverein Kupferschiefer - Bergbau Sontra e. V.



Das Museum zeigt mit einer vielfältigen Mischung aus Fotografien, Berichten und originalen Belegstücken die Geschichte des Bergbaus, der Bergleute und ihrer Familien in und um Nentershausen.